Donnerstag, 16. Juli 2015

Hummeln

So, heute ist wieder Zeit, um mal wieder ein wenig über den Garten zu sprechen.

Diesmal möchte ich kurz eine Dame ansprechen, die für jeden Gartenbesitzer und auch für jeden, der weiterhin gerne Obst und Gemüse essen möchte, essentiell wichtig ist.


Es geht um die:                                      Hummel.

Wie sie mit der Biene verwandt ist, kann ich leider jetzt nicht so klar sagen.
Fakt ist, sie hat ebenfalls gelbe und schwarze Streifen und sie sammelt Pollen und Nektar.

Allerdings ist sie ein wenig gewichtiger. Was ihr aber wenig ausmacht, denn wer achtet in der Natur schon auf sein Gewicht. Dass sie trotzdem fliegt, hat vermutlich mit Physik zu tun, da sie aber nie in der Schule gewesen war, geht ihr das am Stachel vorbei.

Wenn sie sich darüber Gedanken machen würde, müsste sie vermutlich aufhören zum fliegen, denn sie ist ja zu gewichtig dazu. Aber ne 747 fliegt ja ebenfalls und leicht ist die auch nicht!



Also jetzt zur Hummel:


Da die Dame von Blüte zu Blüte hetzt und dort fleißig Nektar und Pollen sammelt, hat sich für eine andere Spezies eine geniale Vermehrung ergeben. Alle Stauden, Blumen, Obstgehölze und etliches mehr, sind der Auffassung:  Genial was die Dame so tut!

Denn dann brauchen andere diese Arbeit des Besteubens nicht mehr zu übernehmen!
Gut die Bienen und andere Insekten tun dies ebenso, aber die Hummel mit ihrem Gewicht und dann transportiert sie auch noch Pollenhöschen, also noch mehr Gewicht, das hat schon was.

Und dann auch noch jeden Tag. Die Damen sollten normalerweise eine Überstundenzulage erhalten. Jeden Tag knapp 18 Stunden sind sie unterwegs und sammeln und besteuben und sammeln und besteuben und sammeln und besteuben.....

Jahr ein und Jahr aus!   Halt nicht ganz so. Denn die Damen leben nicht so lange, dass man dies Glauben kann. 



Eine Hummel-Jungkönigin braucht ca. 6 Monate um ein ganzes Volk aufzubauen. Der Beginn davon liegt meist im Frühjahr, wenn es abgetaut hat und der Winter vorüber ist. 
Sterben, das tun die Damen im Herbst. Sobald die letzten Blätter fallen, fallen auch die letzten Hummeln.
Lediglich die Jungköniginnen überleben und suchen sich ein Winterquartier. Danach geht es wieder los.
Damit die lieben Hummeln nicht sterben brauchen sie pro Tag so ca. 150mg Zucker. 
Jetzt nicht so viel, aber davon leben sie. Ernährungstechnisch würde jetzt irgendwo aufgeschriehen werden, aber es sind ja nur Hummeln und keine Menschen(!) Denn wenn wir jeden Tag mindestens 150 (k)g Zucker essen würden!!!      Uiuiui.... 
Aber ob man das so überhaupt hochrechnen kann, weiß ich nicht.


Hummeln lieben gemäßigtes und kühleres Wetter und sind auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden. Sie schaffen in Indien mehr als 6000 Höhenmeter und auch in den Alpen kommen sie über 2700 Höhe.

Ein Absterben der Hummel oder bestimmter Arten davon, kann vielleicht dazu führen, dass verschiedene Pflanzen ausgerottet würden.
Die Eisenhut-Hummel wäre so ein Fall. Sie ist mit dem Eisenhut ein Joint-Venture eingegangen. Sie befliegt fast ausschließlich diese Pflanze und hat aufgrund derer, den bei den Hummeln längsten Rüssel.

Natürlich gibt es unzählige Arten von ihr. z.B. die Bergwald-Hummel oder die Gras-Hummel oder die grau-weiße Hummel.



Ach bevor ich es noch vergesse:

sie bestäubt in diesen 18 Stunden so ungefähr 1000 Blüten!!!

 

Kommentare:

  1. Liebe Heike,
    es ist immer wieder schön, etwas Neues über die Hummel zu erfahren.
    Ich liebe dieses pummelige Insekt. Immer schon.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Heike,
    wer liebt sie nicht, die Hummeln?
    Nur die Baumhummeln sind nicht immer nett und verteidigen ihr Nest genauso wie Wespen.
    Ihre Bestäubungsleistung ist aber trotzdem ausgezeichnet, vor allem bei Brombeeren.
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen